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Die Bezeichnung Lyby-Strand ist ein, inzwischen unter Fossiliensammlern gängiger Sammelbegriff. Er umfasst mehrere Fundorte, die sich im Norden Jütlands entlang der Südostküste der Halbinsel Salling, entlang des Skive-Fjordes ziehen. In unserem Buch benennen wir die einzelnen Fundorte und schildern, wie Sie dort erfolgreich Lyby- Fossilien sammeln können.  | | | Die Küste am Skive-Fjord
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Wir besuchen einen dieser Fundorte: Ein leichter Wind kräuselt die Wasseroberfläche, die Wellen plätschern leise an den Strand. Die ersten Sonnenstrahlen fallen durch die kahlen Kronen der Bäume, die weit über uns auf der Steilküstenkante stehen. Viele ihrer Wurzeln sind bereits durch Regen und Brandung freigelegt, und die Bäume neigen sich schon gefährlich weit über den Strand. Es scheint, als hätten sie dem gestrigen Sturm noch einmal mit letzter Kraft standhalten können. Doch schon bald werden auch diese Bäume herabstürzen und zwischen all die anderen Stämme und Äste fallen, die bereits seit einiger Zeit am Strand liegen und uns immer wieder den Weg versperren. Mühselig ist es, im ersten Morgengrauen mit dem schweren Rucksack über die querliegenden, vereisten Stämme zu klettern und sich unter dem Gewirr abgestorbener Äste durchzuschieben. Ist das Dickicht undurchdringlich oder steht das langsam zurückweichende Hochwasser noch bis zum Steilhang, waten wir durch das eiskalte Wasser und umgehen so das Hindernis. Dabei ist grosse Vorsicht geboten, denn immerwieder tritt der schwarze Glimmerton in Feldern zwischen dem Strandsand hervor. Er ist glatt wie Seife und mitunter derart weich, dass man bis zu den Knien im dunklen Matsch versinkt. | | |
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| | Ob in einer der Konkretionen eine Krabbe steckt? | Doch die Mühe lohnt sich, denn der Sturm hat ganze Arbeit geleistet. Wir finden die ersten Krabbeboller. Frisch von der Brandung aus dem schwarzen Steilhang herausgewaschen, liegen die kugelrunden, schwarzgrauen Lyby-Kugeln vor uns. Einzelne stecken noch fest im Sediment, während andere bereits von der Brandung herausgelöst und anschliessend zusammengeschwemmt wurden. Ganze Krabbebollernester liegen zwischen Treibguthaufen und grösseren Steinen. Wir sammeln die Kugeln ein und tragen sie ein Stück höher den Strand hinauf an eine trockenere Stelle. Nun folgt ein spannender Moment, der erste Krabbeboller wird mit einem schweren Hammer aufgeschlagen. Das ist nicht einfach, viele Geoden sind unglaublich hart und es braucht etliche Schläge, bis die Kugel aufbricht und ihr seit jahrmillionen eingeschlossenes Geheimnis preisgibt. Lesen sie weiter in unserem Buch „Lyby-Strand Fossilien“   |